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Kritische Unternehmensgrößen von IT-Unternehmen

Analysiert man den Markt für Branchensoftware in Deutschland und Österreich, so stellt man fest, dass gerade Softwareunternehmen in der Umsatzspanne zwischen 0,8 T€ und 5 Mio.€ stagnieren und nicht weiter wachsen.

Statt vom prosperierenden IT Markt zu partizipieren, verharren diese IT Unternehmen in dieser kritischen Unternehmensgröße.

Viele IT Unternehmer „vegetieren“ oft Jahre und Jahrzehnte lang, in der gleichen Unternehmensgröße bei schmalem Einkommen und in der Hoffnung, dass alles eines Tages besser wird.

Betrachtet man diese Unternehmen genauer, stellt man fest, dass diese IT-Unternehmer und ihre Organisationen, nicht auf Wachstum ausgerichtet sind – sozusagen geplanter Maßen.

Aber was bedeutet dies im Einzelnen?

  • Eine Vision und Strategie besteht im eigentlichen Sinne nicht, vielmehr werden die Ziele oft verändert ohne die damit verbundenen Ziele anzupassen
  • Zielgruppen sind nicht klar formuliert und werden nicht gezielt angesprochen
  • Das Produktportfolio ist nicht klar definiert
  • In der Ansprache wird nicht zwischen Interessenten, Wissenensinteressenten, Kunde, Stammkunde und reuekunden nicht unterschieden
  • Unternehmensprozesse gibt es nicht, beziehungsweise sind nicht definiert
  • Hohe Abhängigkeit von einzelnen handelnden Personen
  • Viele Überstunden
  • Die Qualität der Softwareprodukte und Dienstleistungen werden nur mit hohem Aufwand erzeugt oder Mitarbeiter und Unternehmer haben den Spaß am Unternehmen verloren
  • Alleinstellungsmerkmale werden nicht gezielt entwickelt, statt dessen werden einzelne Funktionen entwickelt von denen nur wenige Kunden profitieren ]lassen zu wünschen übrig
  • Ein gut organisierter Vertrieb mit „rolling forecast“ gibt es nicht oder entwickelt sich nicht weil die Verdienstmöglichkeiten zu gering sind
  • Aufgrund der Unternehmensgröße fehlt der Entwicklungsleitung oft das Know-how „state of the art“ Software zu entwickeln – agile Softwareentwicklungsmethoden sind unbekannt
  • Die Marktnische ist zu klein um in dieser zu wachsen und die Eroberung einer neuen wird aufgrund der Präsenz der Wettbewerber als aussichtslos angesehen.

Die Folgen sind zunächst nicht dramatisch, bis die IT Unternehmer aus ihrem „Dornröschenschlaf“ erwachen, spätestens dann, wenn sie sich überlegen in den verdienten Ruhestand zu begeben und der erzielbare Unternehmenswert nicht erreicht werden kann.

Dabei sollte der Unternehmensverkauf einen maßgeblichen Baustein der Rente darstellen.

Deshalb gilt, wenn eine Marktnische kein Wachstum zuläßt, dann sollte zumindest die Profitabilität stimmen.