Die Frage nach einer Nachfolgelösung beschäftigt viele Softwareunternehmer die in den 90` und 00′ er Jahren ihr Unternehmen gegründet haben.

Die wenigsten IT-Unternehmer können eine Nachfolge im Familienkreis umsetzen, die meisten stehen vor der Frage das Unternehmen zu veräußern, ggfls. an Mitarbeiter zu verkaufen oder an einen Manager der perspektivisch das Unternehmen übernehmen soll. Eine weitere Alternative ist die Etablierung eines angestellten Geschäftsführers oder aber auch an Kunden des Softwareunternehmens.

Diese Varianten einer Nachfolgelösung stehen nicht allen Softwareunternehmern offen – warum?

Die Sicht potentieller Käufer ist sehr Risiko betont – deshalb checken diese viele Faktoren wie z.B.:

Umso mehr der Umsatz der Softwareunternehmen unter ca. 2,5 Mio. € liegt, umso schlechter fällt i.d.R. die Bewertung von möglichen potentiellen Käufern aus. Dies bedeutet auch, dass der Verkaufspreis weitaus geringer ausfällt, als bei Softwareunternehmen die stetiges Wachstum nachweisen können. Die Multiples liegen z.T. mehr als 50% unter den der größeren IT-Unternehmen.

Softwareunternehmen unter 2,5 Mio. € Umsatz

Speziell bei Branchensoftwareunternehmen gibt es sehr viele kleine Anbieter, die seit Jahren nicht mehr wachsen und deren Kunden oft auch in einem ähnlichen Alter, wie des Eigentümers des Softwarehauses sind. Für einen Käufer sind das keine attraktiven Perspektiven – sie erkennen hier schnell die hohen Risiken die sie eingehen.

Auf die in die Jahre gekommenen IT-Unternehmer kommt damit eine große Herausforderung zu – sie müssen noch einmal „richtig Gas“ geben, oder sich mit niedrigen Verkaufspreisen zufrieden geben.

Hoffentlich ist die „Rentenkasse“ dann schon richtig „gefüllt“.

Nachfolgelösungen für diese Unternehmen dauern meist länger als bei größeren Unternehmen.

Oft fehlt gerade mittelständischen IT-Unternehmern ein Gefühl wie sie von außen gesehen werden, welche Punkte einfach zu lösen wären, ohne große Risiken einzugehen, die aber aus welchen Gründen auch immer nicht angegangen wurden – ein Beispiel aus der Praxis ist die Höhe des %-Satzes der Wartungserlöse auf die Softwarelizenzpreise.

Softwareunternehmen über 2,5 Mio. € Umsatz

Die oben gestellten Fragen treffen auf die größeren Softwareunternehmen ebenfalls zu. Ein entscheidender Faktor ist der, wie lange diese Softwareunternehmen in der Größenklasse verbleiben und ob es ihnen gelingt jährliche Zuwachsraten zu erzielen.

Im Falle einer Stagnation werden sie nicht weniger kritisch als die Kleineren gesehen.

Nachfolgelösungen sind für diese Größenklasse leichter zu generieren, soweit das Unternehmen nicht stagniert.

Softwareunternehmen über 5 Mio. € Umsatz

Softwareunternehmen in dieser Größenklasse fallen in das „Beuteschema“ der großen Anbieter, aber auch zunehmend in das von strategischen Investoren und Beteiligungsgesellschaften.

Voraussetzung ist eine besondere Marktstellung und das Vorhandensein von Alleinstellungsmerkmalen und die Nutzung neuester Entwicklungsmethoden.

Gerade diese Unternehmen werden oft von M&A-Beratern und anderen Interessenten gezielt angesprochen.

Nachfolgelösungen in dieser Größenklasse sind relativ einfach umzusetzen, da z.Zt. ein Käufermarkt besteht.

Wie können mittelständische Softwareunternehmen feststellen, welchen Aufwand eine Nachfolgelösung erfordert?
Mittelständische IT-Softwareunternehmer können sich im 1-Tages-Spezialseminar am 19.8.2018 vollständig informieren.

Dipl. Kfm. Andreas Barthel war selbst IT-Unternehmer und hat sich auf die M&A-Beratung von IT-Unternehmen und der Bewertung von IT-Unternehmen spezialisiert.

Andreas Barthel ist vom Bundesfachverband der IT-Sachverständigen und –Gutachter e.V. zum Sachverständigen für die Fachbereiche:

Schreibe einen Kommentar