Unternehmensnachfolge im IT-Mittelstand – wenn das Unternehmen nicht verkäuflich ist

Unternehmensnachfolge im IT-Mittelstand – wenn das Unternehmen nicht verkäuflich ist

Plan B bei der Unternehmensnachfolge im IT-Mittelstand

Gerade mittelständische IT-Unternehmer mit bis zu 5 Mio. € Umsatz sind nicht so einfach verkäuflich wie sich das die Eigentümer vorstellen. Besonders davon betroffen sind Systemhäuser, Projekt-unternehmen und IT Unternehmen für individuelle Software-entwicklung.

Davon gibt es nach unserer Einschätzung ca. 3.500 Softwareunternehmen zwischen 0,8 Mio. € und < 5 Mio. € Umsatz.

Auch, wenn sich die Schmerzstelle der verschiedenen „Käufergruppen“ nach unten – ab ca. 2 Mio. € Umsatz – bewegt, wäre es vorteilhaft die magische 5 Mio. € Schwelle zu bewältigen.

Ursachen für die Zurückhaltung sind:

  • Unternehmensgröße für potentielle Käufer zu klein
  • Ungünstige Zusammensetzung der Kunden bzw. der Zielgruppenzu niedrige Wartungserlöse (wiederkehrende Einnahmen)
  • Kundenabhängigkeit
  • Kaufpreisangebote für das Unternehmen sind zu niedrig, um die Versorgungslücke der Altersversorgung zu decken.
  • Veraltete Softwareentwicklungstechniken und –Methoden

Trotz dieser “Verkaufskiller” erwirtschaften einige dieser IT-Unternehmen gute Erträge, sind aber “unverkäuflich”.

Eine Alternative zum Unternehmensverkauf stellt die Weiterführung des Software-unternehmens z.B. mit einem angestellten Geschäftsführer dar.

Bei den derzeitig niedrigen Zinsen bietet das Betriebsergebnis dieser Unternehmen eine wesentlich bessere Kapitalverzinsung, als herkömmliche Geldanlagen.

Aber auch die Nachfolgelösung mit angestellten Geschäftsführern oder auch aus eigenen Reihen der Mitarbeiter hat seine Risiken.

Um diesen Schritt erfolgreich zu meistern ist es notwendig das IT-Unternehmen so zu organisieren, dass der Eigentümer immer noch den Überblick behält und ggfls. eingreifen kann.

Um das Unternehmen unabhängig vom Unternehmensgründer zu machen, empfiehlt es sich ein das IT-Unternehmen hinsichtlich seines Organisationsgrades und seiner strategischen Ausrichtung entsprechend, vor der Übergabe der Geschäftsführung, durch zu organisieren und zu positionieren.

Positive Nebeneffekte wären:

  • Das Berichtssystem entspricht den Anforderungen des Unternehmers
  • Die Vision und Strategie sind für den Nachfolger klar ersichtlich und nachvollziehbar

Durch diese Maßnahme erhöht sich i.d.R. auch der Wert des Unternehmens, sollte das Unternehmen doch veräußert werden „müssen“.

Wenn IT-Unternehmer einen Nachfolger suchen – auch einen angestellten Geschäftsführer -ist es wichtig sich auch darüber Gedanken zu machen, ob und wie man diesen Manger in einer späteren Phase beteiligen kann.